Der Sitz beim Springreiten („Springsitz") § 520 LPO

Geschrieben von Wulf Mannherz. Veröffentlicht in Springen

In der Grundposition des „Springsitzes" hat der Reiter mit seinem Gesäß Kontakt zum Sattel. Die Steigbügel sind so verschnallt,dass er mit elastisch nach unten federnden Absätzen Halt findet und einen Teil des Gewichts darin abfedern kann.

Das ermöglicht dem Reiter, einerseits nah am Pferd zu bleiben und andererseits beweglich und anpassungsfähig zu sein. Die Unterschenkel liegen sicher am Gurt. Der Reiter geht mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper angemessen in die Vorwärtsbewegung des Pferdes ein. Er hat das Pferd jedoch immer vor sich und bleibt stets im Gleichgewicht. Aus dieser Grundposition heraus variiert der Sitz des Reiters vor, über, nach und zwischen den Sprüngen, um sich den ständig verändernden Situationen  anpassen zu können. Beim Anreiten der Hindernisse und in Wendungen bleibt der Reiter mehr oder weniger in der Grundposition. Zwischen den Hindernissen entlastet er ggf. stärker, bleibt jedoch mit dem Gesäß nah am Sattel. Über dem Sprung geht er deutlicher entlastend in der Bewegung des Pferdes mit.
Der „Springsitz" ist somit nicht statisch sondern hat situationsbedingt verschiedene Ausprägungen.
Wird Trab gefordert, sind lange Wege im Leichttraben zurückzulegen, in der Anreitephase Grundposition
des „Springsitzes".

(Aufgabenheft Reiten, Stand 01.01.2012)